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Taschenrechner
von Plapperkatze am 19.November 2009 um 17:23

Sharp EL-5120

Casio CFX-9970G

Sharp EL-5250
Nicht, dass ich jetzt (nach den Schachcomputern) so nach und nach meinen gesamten Haushalt hier bloggen will, aber heute sind mal die Taschenrechner dran. Und zwar weil ich - ebay machts mal wieder möglich - seit kurzem stolzer Besitzer eines neuen Rechenknechtes bin. Nicht missverstehen, ich will nicht raushängen lassen, was ich für tolle Sachen habe (so toll sind ein paar alte Taschenrechner ja auch wirklich nicht), sondern, soweit ich etwas dazu sagen kann, möchte ich loswerden, was ich von den Dingern halte.

Den Sharp EL-5120 habe ich seit der Schulzeit schon, das ist locker 15 Jahre her. Damals war er neu und vergleichsweise teuer (und, das ist der Witz, heute ist er alt und trotzdem noch vergleichsweise teuer - dazu weiter unten), man kann Formeln so eintippen, wie sie auf dem Papier stehen (und dann noch editieren, statt mit X Zwischenergebnissen rechnen zu müssen), ausserdem numerisch integrieren und differenzieren; und das Ding ist programmierbar in so einem Basic-Kauderwelsch. Programmierbar ist in der Schule natürlich ein NoGo, es ging aber lange Zeit alles gut und erst beim Mathe-Abi ward er mir weggenommen. Das war etwas ärgerlich, weil ich von der Bedienung eines "normalen" TRs recht wenig Ahnung hatte, hat mich damals sicher 1-2 kostbare Pünktchen gekostet.

Grafische Rechner kamen damals erst langsam auf den Markt (kaum erschwinglich), das kann der Sharp also nicht. Trotzdem leistete er mir auch später (Studium) wertvolle Dienste und war auch die letzten Jahre immer hier in Griffweite. Beim Programmieren ist ja vor allem das Umwandeln von Hexadezimal nach Binär und Dezimal sehr hilfreich, und diese Funktion ist bei diesem TR recht bequem erreichbar. Die Programmierfunktion war dagegen eher Spielerei und mir nie zu recht viel mehr Nütze, als ein Zahlenratespiel zu programmieren. Wenn man C am Rechner programmiert ist das halt doch was anderes als so ein Basic, ausserdem ist der Speicher mit 1-2kB(?) wirklich sehr begrenzt.

Einen gravierenden Schwachpunkt bei den EL-5120 stellt das Display dar. Und zwar fallen gerne Pixelspalten aus, was das Zahlenablesen bisschen ein Glücksspiel werden lässt. Dieses Problem trat nicht nur bei meinem Gerät auf, sondern (wenn man ebay-Auktionen so beobachtet) scheint ein häufiger Defekt bei der Serie zu sein. Reparaturversuche blieben erfolglos, allerdings war es in meinem Fall eine Art chronische Erkrankung, denn "irgendwann" ging es dann auch immer mal wieder für eine Zeitlang.

Ich beschloss trotzdem eines Tages, dass ein neuer Taschenrechner her sollte, und kaufte gebraucht einen Casio CFX-9970G. Dieser war nun grafikfähig und konnte Funktionen zeichnen. Sicher ein tolles Feature, wenn man keinen PC zur Hand hat, aber da ich zu diesem Zeitpunkt fast immer einen in Reichweite hatte, liess ich Graphen lieber am Rechner plotten. Ansonsten 1000nde Funktionen, Menüs etc, programmierbar und wasweissich; nur meine geliebte Hex-Binär Konversion war ziemlich doof in Untermenüs versteckt. Darüber sehr enttäuscht landete das Ding, bevor ich mich überhaupt so recht eingearbeitet hatte, in der Schublade, und ich verwendete wieder den guten alten Sharp.

Die letzten Monate, als immer mal wieder Probleme mit dem Display auftraten, packte mich die Angst, dass der Apparat eines Tages ganz das Zeitliche segnet und man (wer weiss) keinen solchen TR mehr auftreiben könnte. Ich beobachtete also die ebay-Auktionen, dort ging so ein Dings mal für 14€ raus; Ich spekulierte, dass man mit Geduld (es pressierte ja nicht so sehr) mal einen für 10€ abstauben könnte, das wäre es mir wert gewesen. Aber, wie es so geht, gingen im Lauf der Monate die Preise eher nach oben, erst waren es 20, 25, zuletzt gar 35€, die Leute bereit waren, für diesen alten TR zu zahlen. Das ging schon fast in den Bereich des damaligen Neupreises, und das für ein 15 Jahre altes Ding!

Vor kurzem gab es nun eine Auktion für einen Sharp EL-5250, das ist das Nachfolgemodell des 5120. Neupreis ist 40€, ergattert habe ich ihn für 16€. Nun fragt mich nicht, warum Leute 35€ für den alten TR zahlen, und den Neuen für 16 keiner haben will, ist mir ein Rätsel. Ob er schlechter ist? Ich habe noch nicht viel damit gemacht, aber meine geliebte Binär-Hex-Konversion ist sogar noch leichter zugänglich als beim Vorgänger.

Natürlich kann er nach wie vor keine Grafiken (ok, ich brauch ja auch keine), das einzige, was er dazugelernt hat, sind komplexe Zahlen und paar Konstanten. Als Programmierer würde ich sowas bei Software als "minor update" verkaufen kostenlos anbieten, aber Sharp macht da einen neuen Rechner draus. Noch dazu ist das edle "ich bin brauchbar"-Design einem etwas geschmacklosen "guck wie bunt ich bin"-Design gewichen. Oder kA, vielleicht bin ich auch nicht mit der Zeit gegangen, aber optisch, soweit steht es fest, hat mir der alte Sharp besser gefallen. Dafür nun 4!!!! (statt 2) kB RAM, ja ui, ich fall auf die Knie. Das ist - sorry - lächerlich. Ein 4GB (Gigabyte, nit Kilobyte!) Memorystick ist für 8€ zu haben inzwischen. Ich glaube bei diesen Taschenrechnerentwicklern ticken die Uhren etwas anders.

Ich werde mir den Rechner zum Geburtstag schenken lassen, deshalb wird es noch ein wenig dauern bis ich ihn "habe". Und dann noch ein Weilchen länger, bis ich sagen kann, ob er mir taugt. Soweit aber schon mal vorneweg: In 15 Jahren, in denen sich PCs von 400MHz/640kB auf Dual-Cores mit 2GHz/2GB weiterentwickelt haben, hat Sharp 3 neue Funktionen und 2 weitere tolle kB in ihre Taschenrechner eingebaut. Ich fürchte die Firma hat ausgeschissen, sorry.

Ich verlange nicht, dass sich Taschenrechner so pervers in der Entwicklung überkugeln, wie es bei PCs der Fall ist. Dort wäre manches Spiel und manche Anwendung mit durchaus weniger Ressourcen programmierbar gewesen, das ganze hat sich dort (wenn man mich versteht) zu einem weiteren "militärisch-industriellen Komplex" aus Software- und Hardwareentwicklern ausgewachsen.

Aber 15 Jahre Entwicklung mit einem "ja äh, dann tun wir jetzt die komplexen Zahlen einbauen" abzutun (während Handies (die es damals quasi nichtmal gab) inzwischen an der Erschütterung erkennen können, wer sie anfasst), da hat man sich wohl doch etwas sehr zurückgelehnt. Scheinbar können Taschenrechner-Hersteller sich so etwas leisten, und es gibt Idioten (wie eure Katze -.-) die trotzdem Geld dafür zahlen. Ich hoffe, dass von den 16€, die mich der Rechenknecht gekostet hat, alles in die Entwicklung neuer Features fliesst, wenn nicht, dann an den netten ebayer, von dem ich das Ding habe, und hoffentlich nicht (aber gerade das, befürchte ich fast, wird der Fall sein) ins Management der Firma.

Naja sorry. Das sollte nicht so philosophisch werden. Ich wollte einen Taschenrechner und habe nun einen, er scheint auch zu taugen.

Gruesse von der Katze, die übrigens erfreut ist über Kommentare.

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