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Neuer Rechner
von Plapperkatze am 20.November 2010 um 13:53
Meinen alten Rechner bekam ich vor 3 Jahren gebraucht von meinem Bruder zu einem Spottpreis, insgesamt dürfte er inzwischen 6 Jahre auf dem Buckel haben. Er hatte schon damals einen leichten Schaden, das Mainboard hatte etwas abbekommen und das ErrorDisplay zeigte nur noch den Code für "Mainboard defekt" an. Trotzdem lief es weiterhin treu, ausser dass einer der IDE Ports nicht mehr funktionierte, ein Problem das mit einer PCI Karte umgangen werden konnte. Mein Bruder hatte ausserdem einige Löcher ins Gehäuse geflext, die nicht nur einen guten Airflow erbrachten, sondern auch den bei mir nicht zu knapp vorhandenen Katzenhaaren einen prima Zugang ermöglichten. Wie man auf dem Bild links sieht, machten die Härchen ausgiebig Gebrauch von dieser Möglichkeit, und nahezu linear stieg die Verschmutzung im Inneren über die Monate immer mehr an, die CPU Temperatur kletterte von 50 auf über 70°; meistens kackte die Kiste dann unter Belastung ab und es war putzen angesagt, danach herschten wieder 50° und das Spiel konnte von Neuem beginnen.

Ich will aber gar nicht allzu lange von dem alten PC reden, das soll nur, so als Rechtfertigung, erklären dass er wirklich nicht mehr der Frischeste war und es mal Zeit für einen neuen wurde, auch weil Bruder endlich mal wieder mit mir Mutiplayern wollte, und zwar nicht grade die Games von vor 5 Jahren.

Richtig los ging der Kauf dann, als ich bei Ebay für 120€ einen I5-750 Prozessor angeboten fand, den ich ohne allzu lang zu zögern kaufte. Die CPU wurde als neuwertig verkauft, aber ohne Garantie, es war also ein bisschen ein Glücksspiel, ob sie laufen würde: Wenn ja, dann 60€ gespart, wenn nicht dann 120€ verloren.

Nachdem das nun feststand, wurden, mit Bruders Hilfe, Mainboard-Tests gelesen und in Foren nach Problemen damit recherchiert. Meine Wahl fiel dann auf das ASUS P7P55D, auch wenn man immer wieder davon las, dass manche Kühler die Verwendung eines Ram-Slots oder sogar den Einbau der Graka unmöglich machen würden.

Links ein Bild des Boards mit bereits reingebauter CPU.

Einige Tage wurde viel gelesen, wobei ich einfach keine zuverlässige Aussage dazu fand, welcher Kühler mit welchem Ram "reinpassen" würde. Ein möglichst grosser Kühler war gewünscht, schon allein um angesichts der oben erwähnten Katzenhaarproblematik im Notfall eine möglichst gute passive Kühlleistung herzubekommen.

Beim Ram dasselbe Problem: Reinbauen wollte ich 4 Riegel, in Forum A riet jemand zu genau dem Ram, der dann in Forum B als "passt nicht rein" beurteilt wurde, der alternative Vorschlag wiederum ergab mehrere Treffer mit Leuten, die beklagten dass dieser Ram nicht erkannt würde, usw..

Letztlich war es ein rechter Blindkauf, vom recherchieren müde bestellte ich einfach einen riesigen Skythe Mugen Rev 2B Kühler und Corsair XMS3 Ram, der von den Daten passend und von der Bauhöhe moderat erschien. Weiterhin wurde eine 1TB Festplatte bestellt (Samsung Spinpoint) und eine Radeon 5770 Graka. Anstelle Letzerer hätte man über Ebay vermutlich für nur ein wenig mehr Göld eine entschieden bessere Karte kriegen können, ich denke aber, dass sie meinen Ansprüchen eine Zeitlang locker genügen wird.

Der Kram wurde relativ schnell geliefert und, nachdem ich im örtlichen PC Laden ein Gehäuse besorgt hatte, grossflächig in meinem Zimmer verteilt.

Netzteil hatte mein Bruder noch eines übrig, nichts tolles, Noname. Wir sind mit dem Kauf von Markennetzteilen schon 1-2 mal reingefallen, kurz nach der Garantiezeit gaben sie den Geist auf, deswegen haben wir beschlossen, nur noch billige Netzteile zu verbauen, was auch seit Jahren prima funktioniert.

Hier mal meine Katze hinter dem wirklich nicht ganz kleinen Kühler, soweit ich ihren Gesichtsausdruck interpretieren kann dürfte ihr da grade ein "WTF!?" durch den Kopf gehen.

Bruder kam vorbei und eigentlich hätte das Gebastel nun losgehen können, wenn nicht.. Schon ein Blick auf Gehäuse und Kühler irritierte etwas, eine Messung brachte Gewissheit: Dieser Kühler würde niemals in dieses Gehäuse passen.

Also nochmal los zum PC Laden, das breiteste Gehäuse gekauft, das zu einem erschwinglichen Preis zu haben war (Coolermaster Elite RC334), dann Kühler reingehalten und konstatiert, dass das zwar eine Millimeter-Sache werden würde, aber klappen könnte.

Am folgenden Abend kam also abermals das Bruderherz vorbei und ich muss ihm an dieser Stelle noch einmal ein grosses Lob aussprechen: Während ich noch zaudernd und zögernd in der Gegend herumstand, begann er einfach unverzagt mit dem Zusammenbau der Kiste.

Ich werde das nicht im Detail schildern, Bastler wissen, wie man einen PC zusammenfrickelt und den Rest der Leserschaft wird es wahrscheinlich eh nicht interessieren. Ich denke, so 2h dürften wir schon beschäftigt gewesen sein, bis der Kasten fertig war und es kam der grosse Moment des ersten Testlaufs. Ich war mal, pessimistisch wie ich bin, von dem Schlimmsten ausgegangen und hätte am Liebsten einen Feuerlöscher in Reichweite gehabt - umso grösser dann die Freude, als der Apparat nach einigen Sekunden blinken glatt ins BIOS kam.

Nachdem das schon mal gut aussah, wurden meine 2 IDE Festplatten eingebaut. Das Windoof XP bootete, jammerte etwas, dass da neue Geräte sind und alte nicht mehr da sind, lief aber ohne zu zicken. Um die Mainboard und Graka Treiber zu installieren wurde dann eine der Fesplatten abgeklemmt und das DVD Laufwerk quick&dirty "fliegend" ins Gehäuse gehängt. Treiberinstallation klappte problemlos.



Im Leerlauf ist die Kiste, zusammengebaut und an ihren Platz gestellt, bei etwa 25°-30°, unter Voll-Last geht die Temperatur auf 45°. Das ist prima, wird aber sicher nicht so bleiben und alle paar Monate wird eine gründliche Reinigung nicht zu vermeiden sein.

Gekostet hat mich der Spass doch etwas mehr als gedacht, etwa 580€ sind da schon reingeflossen nun. Ein richtiger HighEnd Rechner ist es bei weitem nicht und etwa dasselbe hätte ich wohl auch ausgegeben, wenn ich ihn fertig gekauft hätte; allerdings hätte ich mir dann die Komponenten nicht so frei zusammenkonfigurieren können wie bei einem Eigenbau.

Ein bisschen trauere ich der Zeit hinterher (1998) als man sich einen Rechner, der dem damaligen Stand der Technik vollauf entsprach, für 400DM (!) zusammenbauen konnte. Auch hier hat Inflation und Euro-Einführung die Preise fast schon mehr als verdoppelt. "Ja, dafür hat sich die Technik ja da stark weiterentwickelt", werden manche einwenden; aber geht mal zum Bäcker und vergleicht den Preis einer Semmel (35 cent) mit dem von 1998 (25 Pfennig) - und mir kann keiner erzählen, dass bei einer Semmel die technischen Fortschritte so gewaltig sind. ;-)

LG, die Katze

[1 Kommentare]

Minni (Gast) schrieb am 22. November 2010 um 13:43
Reife leistung meine liebe Katze,
Du hast schon viel geschafft , ich bin gespannd wie es weiter geht bzw.  Was Du als neues Projekt vor hast ;) !!
Lass was hören ..
lg
Minni

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